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Leute aus dem Yamagishidorf
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| Fridolf Strube, Jahrg. 41, vh. 5 Kinder; 1961 Studium an der TH-DA Elektrotechnik - Energietechnik Tätigkeit als Projektingenier bei KWU, AEG und TU, Gründung eines Ingenieurbüros scheitert. Danach 12 jährige Tätigkeit alsTechnischer Aufsichtsbeamter der BG 29 Aufbaustudiumzum Umweltinformatiker, Veröffentlichungen über Asbest, Gefahrstoffe, Stauexplosionen. Seit 1995 lebe ich mit meiner Frau und 1 Sohn im Yamagishi – Dorf.
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Auf der Suche nach meinem Lebenssinn – schon seit meiner Jugend habe ich mich gefragt, ob es wohl sinnvoll ist, sein ganzes Leben mit Arbeit und Geldverdienen zu verbringen, und ob es wirklich sinnvoll ist Vermögen anzuhäufen und zu verwalten, - begann ich nach meiner „Midlifecrisis“ mich ernsthafter mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. Ich wusste keine Antwort und merkte bald, daß auch die vielen Gemeinschaften, die ich besuchte, auch streng religiöse, keine Antwort für meine Fragen hatten.
Natürlich hatte ich eine klare Messlatte:
1. Ein sinnvolles Leben findet in einer Gemeinschaft statt.
2. Alle Mitglieder sind gleichberechtigt- also keine Chefs, Gurus, Heilige oder Selbstheilige.
3. Menschlichkeit als Basis allen Handelns Aller und Aufbau einer "ehrlichen" und stabilen gesellschaftlichen Perpektive.
So war meine Suche erfolglos.
Als ich den Yamagishis zufällig begegnete beendete das meine äußere Suche und meine innere Suche begann. Die Einladung zum besonderen Kurs, den Tokkoh, nahm ich an und das veränderte mein Leben total.
Nach dem Tokkoh bin ich zu den Yamagishis gegangen, weil ich in dieser Umgebung unterstützt werde, die beiden für mich wichtigsten Ebenen menschlichen Zusammenlebens zu verwirklichen.
Da ist einerseits die Frage nach der persönlichen Entwicklung: "Was für ein Mensch will ich sein?"
Ich z.B. möchte ein freier Mensch werden, der fähig ist mit Allem und Jedem in Freundschaft zu leben, ohne Ablehnung und ohne Vorbehalte, bedingungslos. Zu lernen, Tatsachen so zu sehen, wie sie sind und das Herz entscheiden lassen. Ich mache Freundschaft von mir aus .
Ich, ein Teil der Natur, gedeihe mit anderen Menschen, den Tieren und Pflanzen, der Erde und der Sonne. Nach diesem Motto versuche ich mein Leben, all mein Denken und Handeln auszurichten.
Daraus ergibt sich andererseits, daß es nicht ausreicht, "nur" an (m)eine „Selbstverwirklichung“ zu denken. (Bei diesem Plan findet man nur immer sich selbst, unvollkommen und selbstsüchtig und dreht sich im Kreis, das führt schlussendlich zum Wahnsinn. All meine Fähigkeiten und mein Wissen, die Umgebung in der ich lebe, sogar mein Dasein habe ich anderen Menschen zu verdanken. Da stellt sich doch die Frage: „Was tue ich, auf das nachfolgende Generationen weiter aufbauen können?“ )
Wird nicht mein Leben gerade dadurch sinnvoll, dass ich für meine Kinder, für alle Kinder dieser Welt versuche Umstände zu schaffen, in der sie ohne Krieg, Hass und Feindschaft in einer lebenswerten Umwelt aufwachsen und sich zu wahren Menschen entwickeln können?
Mit diesem Plan denke ich, habe ich begonnen.
Diese eine Woche Tokkoh war es, die mir mein Herz geöffnet und mir die Gewissheit gegeben hat, meine Visionen lebendig werden zu lassen und in der Praxis zu verwirklichen. Menschlichkeit ist die Basis der kommenden Gesellschaft.
Ich würde mich freuen, wenn alle Menschen einmal in ihrem Leben diese eine Woche Tokkoh erleben dürften. Ich lade Sie dazu ein.
Fridolf Strube