Die Kensanschule

Seit 1961 gibt es die Kensanschule, eine Schule (Lebensschule), in der jeder immer wieder untersuchen kann:

Was für ein Mensch will ich werden?

Was für ein Leben will ich leben?

Wie soll die Gesellschaft aussehen, in der ich meine Kinder aufwachsen lassen will und wie muss eine Gesellschaft aufgebaut sein, die immerwährend stabil ist, solange es menschliches Leben gibt?

Die Kensanschule ist ein Ort zum Loslassen, Leerwerden, Einsehen und schließlich ein Ort zum Erkennen, wie ich, ein Individuum unter Milliarden von Individuen, ein natürliches glückliches Leben aufbauen kann, um dadurch Schritt für Schritt meinem wahren Ziel, ein glückliches Leben inmitten von allen Menschen und für alle Menschen zu leben, näher kommen kann.

Eine Schule die man immer wieder besuchen will.

So, wie ich mich ändere, ändert sich auch meine Sichtweise und damit meine Denkweise und so, wie ich meine Denkweise ändere, ändert sich meine Sichtweise und ich ändere mich. Weil ich mich täglich ein klein wenig ändere, ist es ein lebenslanges Untersuchen und Sich Entwickeln. Es ist spannend, erfrischend und verjüngend

Die Menschen in den Yamagishidörfern und auch viele außerhalb oder die in der Vereinigung tätig sind, besuchen daher immer wieder eine der Kensanschulen.

Weltweit haben bis heute mehr als 1500 Kensanschulen stattgefunden.

  

Was ist Kensan?

Kensan kommt aus dem Japanischen und besteht aus zwei Schriftzeichen (Kanjis);

Das eine bedeutet: graben – bohren
das andere: schleifen – polieren,
was so viel ausdrückt wie:

tief gehend, bis auf den Grund gehend, immer wieder, immer weiter, nie enden wollend untersuchen.

Kensan ist eine Forscherhaltung mit der Frage: "Wie ist es wohl wirklich?"

Kensan ist keine Erfindung oder eine wissenschaftliche, theoretische Entwicklung, sondern ist ganz einfach die Einsicht in die natürlichen menschlichen Bedingungen zum vollständigen Ausleben meiner wahren menschlichen Natur mit Hilfe meiner Intelligenz. Wenn allerdings das Herz fehlt oder auch nur ein klein wenig Eigennutz dabei ist, kann es nicht zu Kensan werden.

Es ist ein lebenslanges Untersuchen mit dem Herzen, das den Verstand gebrauchen kann.

Kensan ist lebendiges menschliches Wissen und führt natürlicherweise zu freundschaftlichem Miteinander:

Ich gedeihe gemeinsam mit allen Menschen, Tieren und Pflanzen.

Das bedeutet, das Miteinander Tag für Tag zu praktizieren, mit dem Wunsch miteinander zu „gedeihen“.

Am Kensantreffen nehmen alle gleichberechtigt teil. Es gibt niemanden, der eine besondere Stellung einnimmt oder mehr zu sagen hat. Es ist vielmehr ein einander Zuhören, ein tiefes Verstehen wollen, was der andere wirklich sagen will.

Wenn wir lernen einander zuzuhören, geht alles andere von selbst. Es beginnt aber mit dem Mir-Selbst-Aufmerksam-Zuhören.

Am Tokkoh kannst Du Dich selbst, Deine Denkweise und die Kensanmethode kennenlernen.

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