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Was wir praktisch tun.

Kurzfassung: Mit dem tiefen Wunsch, eine Glückliche Gesellschaft aufzubauen, in der alle Menschen zufrieden und in Frieden leben können, wurden an verschiedenen Orten der Welt Yamagishi - Dörfer aufgebaut, bis heute sind es mehr als 80. Wir denken, nur glückliche Menschen können eine glückliche Gesellschaft aufbauen. Wie man ein glücklicher Mensch wird, kann ich am Tokkoh erfahren. Ausführlicher...
Wie muss eine stabile menschliche Gesellschaft aufgebaut und organisiert sein, in der alle Menschen glücklich und zufrieden leben können?
Wie kann so ein Zusammen-Leben und -Gedeihen im Alltag denn aussehen?
Mit diesen Fragen und mit diesem Ziel wurde das erste Yamagishidorf gestartet und mit diesen Fragen und mit diesem Ziel sind wir Menschen in den Dörfern, die nach und nach entstanden sind heute noch beschäftigt und ganz praktisch am Ausprobieren.
Nur in der Praxis, im Alltagsleben werde ich erfahren, ob ich ein Mensch bin, der mit Allen und Allem
in Freundschaft leben kann, ob ich ein glücklicher Mensch bin.
Viele Erkenntnisse und Erfahrungen wurden inzwischen gesammelt
mit dem Wunsch, sie an interessierte und gleichgesinnte Menschen weiterzugeben.
Yamagishi- Dörfer sind grössere oder kleinere Gesellschaften, die sich ständig weiterentwickeln, sich verändern. Allen gemeinsam ist das praktische Ausprobieren und die gemeinsame Suche nach dem Wahrhaften mit Kensan. Die Suche nach der wahrhaften Welt.
Das bedeutet: religiöse oder andere Glaubensrichtungen oder politische Programme oder Ideologien sind nicht wichtig. Die Gesellschaft in der wir heute leben ist voller Irrtümer und aufgebaut auf solchen Vorstellungen.
Das Jagen nach Besitz, Ansehen, Ruhm und Ehre, ist es nicht wie das Erhaschen von Seifenblasen, die so schön in der Sonne schillern aber soo leicht platzen? Ist es nicht wie der Staub im Wind, der die Sicht behindert und in den Augen brennt?
Natürlich bleibt es jeden einzelnen Mitglied freigestellt, was auch immer zu glauben oder zu tun und dorthin zu gehen, wohin er will und wann er will.

Im Yamagishidorf gibt es keinen Besitz.
Es gibt weder Rechte noch Pflichten, keine Belohnung oder Belobigung,
auch keine Chefs, Gurus oder Aufpasser.
Es gibt auch keine „Abmahnung“ oder Bestrafung.
Jeder kann das tun, was er will und dann, wann er will.
Alles beruht auf dem freien Willen jedes einzelnen Dorfmitgliedes. Das Leben an sich ist wirklich einfach und angenehm.
Das hört sich einfach und schön an, nicht wahr? Aber nur schon den Kopf zu befreien von Vorstellungen und Ideen, die man sich im Laufe der Zeit angeeignet hat, ist manchmal garnicht so einfach. Seine eigenen Subjektivität erkennen, sie wegwerfen und inmitten von Allen ein glücklicher Mensch zu werden, scheint eine Lebensaufgabe zu sein. Am TOKKOH kann man zwar lernen wie man das macht. Aber so ein Kopf ist halt eben schon mal ganz schön "eigenwillig" und scheint, wenn man es denn zulässt, sich am liebsten zu verselbständigen und mich hinters Licht oder an der Nase herum führen zu wollen. Deshalb ist es wichtig aufzuwachen. Fähig werden, sich selbst zuzuhören. Die Stimme des Herzens hören. Dann bin ich auch innerlich vorbereitet, anderen zuzuhören und der ganzen Natur. Damit beginnt es.

Wenn wir es fertig brächten für nur 5 Minuten pro Tag unser Herz zu öffnen, wir wären längst am Ziel.